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Baunscheidtieren

Carl Baunscheidt

Das Baunscheidtverfahren ist eine großflächige Hautreiztherapie, die durch Sticheln und anschließendes Einreiben mit einer speziellen Paste oder einem Öl eine lokale Reizung der Haut verursacht. Es gehört zu den "Pustulantien", d.h. Hautreizmethoden, die einen künstlichen Hautausschlag bewirken.



Geschichtlicher Hintergrund

Ohne Kenntnis der früheren Verfahren wurde diese Methode vom Feinmechaniker Carl Baunscheidt vor etwa 100 Jahren durch eigene Beobachtung entwickelt. Dazu bediente er sich eines Nadelinstrumentes, des sogenannten "Lebensweckers" und eines hautreizenden Öles, dessen Originalrezeptur nicht mehr bekannt ist. Durch ihn wurde das Baunscheidtverfahren im 19. Jahrhundert weltbekannt, es wurden ihm über 50 Indikationen zugeschrieben.

Indikationen des Baunscheidtierens

Das Baunscheidtverfahren fragt eigentlich nicht nach dem Namen der Krankheit, wie Carl Baunscheidt sagte, sondern geht davon aus, dass etwas Störendes aus dem Organismus wieder herausgehört.
Sehr gute Erfolge werden heute bei folgenden Hauptindikationen erzielt:

Wirkungsweise

Beim Baunscheidtverfahren werden folgende Hauptwirkungen unterschieden:

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