Mikrosystemakupunktur

Die sog. Mikrosystemakupunktur unterscheidet sich von der chinesischen Akupunktur. Hierbei werden an bestimmten Körperarealen Punkte gestochen, die Einfluß auf andere Körperregionen haben. In den letzten Jahren sind mehrere solcher Mikrosysteme bekannt geworden. Sie existieren z.B. an den Ohren, auf der Schädeldecke, an den Händen, auf einer Partie im Nacken, am Unterschenkel und noch an anderen Körperarealen. Der Vorteil der Mikrosystemakupunktur besteht erstens in ihrer schnellen, teilweise sofortigen Wirkung, wodurch die Therapiewirkung kurzfristig kontrolliert werden kann und teilweise in der häufig deutlich besseren Wirkung.
Das theoretische Konzept der Mikrosysteme liegt darin, dass von vielen Stellen des Organismus aus über das Rückenmark bzw. über das Gehirn Verschaltungen zu anderen Körperarealen bestehen, die durch Reizung bestimmter Punkte positiv beeinflusst werden.
Eine gestörte Organ- oder Körperfunktion projiziert sich z.B. als reagibler Punkt in den auf dem Kopf stehenden Embryo der Ohrmuschel. Das Stechen dieses Punktes wirkt zurück auf die Funktionsstörung mit einem normalisierenden bzw. kompensierenden Effekt.
Zu den Mikrosystemakupunkturverfahren gehören z.B. die japanische Schädelakupunktur nach Yamamotho, die französische Ohrakupunktur sowie weiter die ECIWO-Akupunktur .
Die Erfolge der Mikrosystemakupunktur gehen bei vielen Indikationen weit über das hinaus, was die chinesische Akupunktur leisten kann; sowohl in der Wirksamkeit als auch in den Anwendungsgebieten.
Die am häufigsten mit dieser Methode behandelten Erkrankungen sind Lähmungen nach Schlaganfällen, schulmedizinisch nicht mehr behandelbare Augenerkrankungen, in der Schmerztherapie und vielen anderen Erkrankungen.


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