Cantharidenpflaster

Das Cantharidenpflaster gehört zu den blasenziehenden Mitteln ("Vesikantien"), die in verschiedener Form seit Jahrtausenden verwendet worden sind. Der Cantharidenextrakt stammt aus der Laufkäferart "Spanische Fliege" (Lytta vesicatoria) und wurde bereits bei den Ärzten des römischen Reiches als Heilmittel eingesetzt. Den medizinhistorischen Stellenwert des Cantharidenpflasters dokumentiert ein Ausspruch von Paracelsus, der sagte, dass "nur der den Namen Arzt verdiene, der (mit einem Cantharidenpflaster) die Gicht heilen kann". Denn "wo die Natur einen Schmerz erzeugt, dort will sie schädliche Stoffe anhäufen und ausleeren. Wo sie dies nicht selbst fertigbringt, dort mache man ein Loch in die Haut und lasse diese heraus."


Anwendung (Indikationen) des Cantharidenpflasters

Sehr gute Ergebnisse gibt es meist bei:


Wirbelsäulenleiden: Alle lokalen Wirbelsäulen-Syndrome von der Halswirbelsäule bis zum Steiß, Schulter-Armsyndrom (nach Durchführung der Schröpftherapie), nach Hexenschuß, Intercostalneuralgie, M. Bechterew
Tumorschmerzen: Bei isolierten Knochenmetastasen.
Gelenkleiden: Arthrose, Gichtgelenke
Pleuraergüsse und -Verschwartungen
HNO: akute und chronische Mittelohrentzündung bei Kindern, Mastoidherde, Nebenhöhlenentzündungen.
Klimakterische Depressionen

Befriedigende Erfolge gibt es bei:


Gelenkleiden: Arthrosen der kleineren Gelenke, des Schultergelenkes, der Sprunggelenke
HNO: Akuter Hörsturz (Pflaster an Mastoid und Nacken, dazu schröpfen), Schwindel, Tinnitus und Menierescher Erkrankung.

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